Montag, 5. November 2012

Ein neues "Familienmitglied"

Wer kennt sie nicht? Die ewige Haustier-Diskussion mit den Kindern. Lange Zeit hat sich Eleni ein Pferd gewünscht. Irgendwie wollten wir ihr schonend beibringen, dass so ein großes Tier sich nicht gut in unserem Garten macht. Schließlich waren wir soweit, das Thema Pferd trat in Vergessenheit...
Nur um kurze Zeit später mit dem Wunsch nach einem Hund wieder aktueller denn je zu werden.
Nach langem hin und her habe ich mich schließlich breitschlagen lassen und einem "Versuchspflegekind" zugestimmt. Sein Name ist Hermann. Er wohnt auf engstem Raum, muss nur 1 mal am Tag gefüttert werden und nach einer Woche wird er weitergegeben.

Sonntag, 4. November 2012

Beikoststart

Jetzt ist es soweit: der kleine Mann ist fast ein halbes Jahr alt und somit bereit für "Beikost".

Nachdem es ja doch schon wieder einige Jahre her ist und ich erstaunlich viel vergessen habe, habe ich mich erst mal gründlich in die aktuellen Empfehlungen eingelesen. Vor 6 Jahren empfahl die WHO noch 6 Monate vollstillen, jetzt sind es nur noch 4. Zu dem Zeitpunkt sind gerade erst die 3-Monats-Koliken ausgestanden. Da sofort dem Darm die nächste Umstellung zuzumuten, kommt mir einfach falsch vor, überhaupt bei meinen doch sehr empfindlichen Kindern.

BLW

Eine Freundin hat mir von einer Methode namens "Baby led weaning" (kurz BLW) erzählt. Kurz: das Baby bestimmt, was und wieviel es isst. Das klingt schon mal sehr interessant. Doch natürlich gibt es auch dazu Regeln:
1. Los geht's damit erst, wenn das Baby sitzen kann (da im Liegen die Erstickungsgefahr zu groß ist) und in der Lage ist, etwas mit der Hand zum Mund zu führen.
2. "Verboten" sind: Salz, Zucker, Nüsse, E-Nummern, Geschmacksverstärker, Honig usw.
3. Das Essen wird in Form von "Finger Food" angeboten.
4. Das Baby wird einfach zu den Familienmahlzeiten mit an den Tisch gesetzt und kostet sich durch. Gestillt wird wie bisher (die Milchmenge sinkt automatisch, wenn die Menge an fester Nahrung, die aufgenommen wird steigt)
Für mich steht fest, dass BLW-Buch hat meinen Horizont erweitert. Der einzige "Nachteil" besteht für mich darin, dass es wohl doch noch einige Zeit dauern wird, bis mein kleiner Mann die Kriterien von Punkt 1 erfüllt.

Beikost nach TCM

Ebenfalls interessant ist die Beikosteinführung nach TCM. Generell fasziniert mich die bildliche Sprache, die in der östlichen Medizin und Ernährungswissenschaft benutzt wird. Wo sonst spricht man von einem "Verdauungsfeuer", welches im Darm lodert und mit trockenem Holz gefüttert werden soll. Besonders in der Erkältungsjahreszeit "Herbst" spricht mich das Bild der Schlacke, die als "Schleim" abtransportiert werden muss an. Aber alles der Reihe nach.
Während es "hier im Westen" üblich ist, Lebensmittel in ihre Bestandteile zu zerlegen und dann schöne Tabellen mit Nährwertangaben auf die Rückseite zu drucken, geht man in der TCM davon aus, dass jedes Lebensmittel eine Wirkung hat (kalt, warm, feucht, trocken). Die Lebensmittel sind den 5 Elementen Holz, Erde, Feuer, Luft und Wasser zugeordnet. Auch die Organe des Menschen sind diesen Elementen zugeordnet. Man geht davon aus, dass man durch bestimmte Lebensmittel bestimmte Organe stärken kann.
Am wichtigsten ist jedoch der Darm. Ist dieser gut "in Schuss", kann er den restlichen Körper gut mit allem was er braucht versorgen. So wird in der TCM zuerst einmal das Verdauungsfeuer ordentlich angeheizt. Bei Babys empfiehlt sich dafür ein Reiscongee. Das sind 1 Teil Reis und mindestens 6 Teile Wasser, die mind. 4 besser aber noch 6 Stunden köcheln. Nachdem der Reis quasi zerfallen ist, ist nicht mehr viel zu tun für Babys Bauch und die Speise dadurch äußerst geeignet für einen sanften Beikoststart.

Die ersten Löfferln

Lukas ist ein williges "Opfer", für mein erstes Experiment mit der fern-östlichen Ernährung. So ein Congee ist eigentlich "deppensicher" in der Zubereitung und so steht schnell ein Reis-Topf bei uns am Herd. Frei nach dem Prinzip "ich füttere meinen Kindern nichts, was ich nicht auch selbst essen würde" wage ich mich an den schleimigen Brei. Besonders viel Geschmack hat das ganze nicht. Warm ist es jedoch noch viel genießbarer als kalt. Lukas is(s)t jedoch begeistert. Am Tag1 gibt es nur wenige Löfferln. Am Tag2 verputzt er schon 1,5 EL und heute Abend (Tag3) habe ich gleich etwas mehr warm gemacht.
Mein Resümee bisher: keine Blähungen, große Begeisterung seitens des Testessers, wenig Aufwand für die Köchin und obendrein kostet es einen Bruchteil der Hipp Gläschen (die Energiekosten schon eingerechnet und da es ohnehin gerade Heizperiode ist, wird diese einfach runter reguliert)
Fortsetzung folgt...

Montag, 8. Oktober 2012

Hochzeitstag

Acht Jahre ist es schon her: unsere Hochzeit.

Samstag, 6. Oktober 2012

Wo ist nur die Zeit geblieben....?

... frag ich mich immer wieder.


Eleni geht seit September in die 1. Klasse Volkschule. Jeden Montag ist Buchstabentag. Da gibt es viele Stationen, wo die Kinder den neuen Buchstaben "begreifen", "ertasten", "kosten" und auf vielerlei anderer Art und Weise erarbeiten können. Eleni kann jetzt schon die Buchstaben "M", "I", "A" und ab nächster Woche auch noch "O". Die Zahlen werden deutlich unspektakulärer gelernt.
Mit dem neuen Schuljahr hat auch das neue Musikschuljahr gestartet. Eleni lernt jetzt Blockflöte. Somit gibt es jede Woche nicht nur einen neuen Buchstaben und eine neue Zahl, sondern auch noch einen neuen Ton.


Chiara findet heraus, wie es ist, wenn man ohne großer Schwester in den Kindergarten geht. Eine etwas gewöhnungsbedüftige Situation, wenn man bisher wie ein Siamesischer Zwilling gelebt hat. Den ersten Schock dürfte sie auf jeden Fall überwunden haben, denn jeden Tag beim Abholen, fragt mich ein anderes Kind, ob es heute zur Chiara spielen kommen darf. Leider vergessen die Kinder ihre Mutter zu fragen und jetzt müssen wir erst einmal das "Kindergartenfreunde"-Buch im Kreis gehen lassen, um ein paar Telefonnummern der Eltern und somit seriöse Verabredungen zu erhalten.
Da der Schulanfang für Chiara offenbar zu wenig "Neues" mit sich gebracht hat, hat sie beschlossen wenigstens auf ein "neues" Gefährt umzusteigen. So fährt sie jetzt nicht mehr Laufrad, sondern düst mit dem Fahrrad (ohne Stützen wohl gemerkt) durch die Straßen.


Am sichersten merkt man, wie die Zeit vergeht, an dem jungen Mann mit den unglaublich blauen Augen. Lukas wächst und gedeiht und ist jetzt schon unglaubliche 19 Wochen alt! Er macht super süße Kreischlaute, dreht sich vom Bauch auf den Rücken, kaut mit uns mit, wenn wir essen, verfolgt jeden Bissen, wie er in unseren Mund wandert und lacht unglaublich viel, wenn Chiara mit ihm spielt.